905 Zwangheiraten in der Schweiz

Zwangsheirat ist nicht nur eine Verletzung der Ehefreiheit, sondern auch des Selbstbestimmungsrecht der Frau und oft auch der körperlichen Integrität. Sie bedeutet in der Regel Einschränkungen der persönlichen Entwicklung und Verweigerung von Bildung, Berufsausübung und materieller Unabhängigkeit. Zwangsheirat und Zwangsehe sind in keiner Weise mit der schweizerischen Rechtsordnung zu vereinbaren. Auch im UNO-Pakt II (Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte) wird in Artikel 23, Absatz 3 festgehalten:

„Eine Ehe darf nur im freien und vollen Einverständnis der künftigen Ehegatten geschlossen werden.“

Im Rahmen des Bundesprogramms Bekämpfung Zwangsheiraten sind von Anfang 2015 bis zum 31. August 2017 insgesamt

905 Fälle gemeldet worden!

...... davon gingen 169 Fallmeldungen durch Projektträgerschaften des Bundesprogramms und ihre Netzwerkpartner/-innen ein; 736 Fälle hat die Fachstelle Zwangsheirat direkt registriert. Davon wurden im Jahr 2016 von den Projektträgerschaften und ihren Netzwerkpartner/-innen 86 Fälle und von der Fachstelle Zwangsheirat 311 Fälle vermeldet (total 397 Fälle)

Betroffen davon sind 83 % Frauen, und 17 % Männer. Die heute 31.10.2017 vom Bund veröffentlichte Studie hat festgestellt, dass viele der Betroffenen über eine Aufenthaltsbewilligung B oder Niederlassungsbewilligung C verfügen. Achtung: Der Anteil der Personen mit Schweizer Pass ist sehr hoch! Es handelt sich zu 95 % um eingebürgerte Nichtchristen, Nichtjuden.

Aus Kreisen vernimmt man, dass vor allem muslimische und tamilische (Hindus) Frauen und Mädchen betroffen sind. Bei 275 Zwangsvereirateten  waren

257 Minderjährige betroffen!

... das sind 28.4 % aller Fälle. Die am meisten betroffenen kommen aus den Herkunftsländern

Türkei

Sri Lanka

Albanien

Mazedonien

Afghanistan

Syrien

Mutter Helvetia (MH)